spacedesk: zweiter Bildschirm unterwegs – flexibles Arbeiten im Unterricht

Am liebsten arbeite ich im Homeoffice – nicht nur wegen der Ruhe, sondern auch, weil ich dort meinen Curved-Monitor bequem an den Laptop anschließen kann. Es ist wirklich fein mit einem zweiten Bildschirm zu arbeiten: Videocalls, Dokumente, Notizen – alles kann ich gleichzeitig im Blick behalten. Doch unterwegs fehlte mir dieses Setup bis vor Kurzem.

Eine Kollegin hat mich auf spacedesk aufmerksam gemacht. Damit kann ich mein Tablet kabellos mit dem Laptop verbinden und es als zweiten Bildschirm nutzen. Die Installation ist unkompliziert: Man lädt die passende App auf das Tablet und den spacedesk-Treiber auf den Laptop – schon lässt sich der Bildschirminhalt erweitern oder spiegeln. spacedesk funktioniert plattformübergreifend. Das bedeutet, man kann z. B. ein iPad mit einem Windows-PC oder ein Android-Tablet mit einem Laptop verbinden. Die kabellose Verbindung läuft stabil im selben WLAN. 

Spacedesk im Unterricht

Bis vor einem Jahr war ich selbst als Lehrerin in der Sekundarstufe II tätig. Rückblickend hätte ich mir gewünscht, spacedesk damals schon gekannt zu haben. Ich habe damals ganz klassisch meinen Laptop mit einem HDMI-Kabel ans Smartboard angeschlossenen. Mit spacedesk hätte ich meinen Bildschirm bequem vom einem Tisch aus teilen können, ohne mit dem Laptop auf der Schoß auf einem Sessel neben dem Smartboard zu sitzen.

Unterricht sprachbewusst gestalten – mein Padlet

Sprachbewusster Unterricht ist mehr als das bewusste Einbauen von Fachbegriffen – es bedeutet, Lernprozesse so zu gestalten, dass Sprache als Werkzeug des Denkens und Verstehens im Zentrum steht. Um Kolleg*innen dabei zu unterstützen, habe ich ein Padlet erstellt, das Impulse für die sprachbewusste Gestaltung des Unterrichts bietet:
🔗 Zum Padlet: Unterricht sprachbewusst gestalten

Das Padlet ist thematisch gegliedert und enthält:

  • Einführende Materialien und theoretische Hintergründe zum sprachbewussten Unterricht.

  •  Konkret einsetzbare Methoden und digitale Werkzeuge, zur sprachlichen Förderung.

  • Beispiele und Anregungen für verschiedene Fächer und Schulstufen.

  • Arbeitsblätter, Checklisten und weiterführende Links zur direkten Verwendung im Unterricht.

Die Sammlung richtet sich an Lehrpersonen aller Schularten und Fächer, die Sprache als zentrales Element des Lernens verstehen und fördern möchten. 

Die Kontenfalle

Manchmal kommen Ideen genau dann, wenn man es am wenigsten erwartet – zum Beispiel beim Scrollen durch Instagram. Dort bin ich auf ein Spiel gestoßen, das für die Primarstufe konzipiert war und mit Fliegenklatschen und Lernkarten gearbeitet hat. Die Idee hat mir gefallen – und ich dachte: Das lässt sich  wunderbar auf den Unterricht in der Sekundarstufe II übertragen!

Gesagt, getan. Ich habe das Konzept leicht abgeändert, um es im Buchhaltungsunterricht Sek II einzusetzen. Herausgekommen ist ein Spiel, bei dem Teamgeist, Schnelligkeit und Buchungslogik gefragt sind.

Was du brauchst:

  • Zwei Fliegenklatschen

  • Karten mit den Kontenbezeichnungen: zB Bank, Kassa, HW-Einsatz

  • Geschäftsfälle als Aufgabenstellung

Für die Konto-Kärtchen habe ich beim onlineHändler meines Vertrauens (-: Blanko-Spielkarten bestellt und beschriftet. Die Kärtchen lassen sich aber auch einfach selbst gestalten (idealerweise  laminiert). Geschäftsfälle zum Üben habe ich ohnehin genügend auf Lager, sodass ich sofort loslegen konnte.

So funktioniert das Spiel:

Ein Spielset besteht aus zwei Fliegenklatschen, den Kontokarten und einer Angabe zu einem Geschäftsvorfall. Damit kann ein Team – bestehend aus vier bis sechs Schüler*innen – spielen.

  • Eine Person (zB die Lehrkraft oder ein Teammitglied) liest einen Geschäftsvorfall vor.

  • Je eine Spieler*in pro Team tritt mit einer Fliegenklatsche an.

  • Mit der Fliegenklatsche müssen zuerst die Konten „abgeklatscht“ werden, die im Soll angebucht werden, danach die, die im Haben des Buchungssatzes stehen.

  • Das Team, das die korrekten Konten zuerst „abklatscht“, bekommt einen Punkt.

  • Danach treten die nächsten Spieler*innen aus jedem Team gegeneinander an.

Das Spiel bringt Bewegung in den Unterricht und lockt sie hinter den Laptops hervor – die Schüler*innen werden aktiv.  Gerade in „trockeneren“ Stoffgebieten wie der Finanzbuchhaltung ist es eine Möglichkeit, Inhalte auf spielerische Art und Weise zu festigen. Und mal ehrlich – wer klatscht nicht gern mit einer Fliegenklatsche auf den Tisch, wenn’s um Punkte geht?

Audiofiles mit Vocaroo erstellen

In einer zunehmend digitalen Bildungswelt sind einfache, zugängliche Werkzeuge zur Kommunikation und Zusammenarbeit unverzichtbar. Eine dieser praktischen Anwendungen ist Vocaroo, eine kostenlose Web-Plattform, mit der sich Audioaufnahmen direkt im Browser erstellen und teilen lassen – ganz ohne Anmeldung oder Softwareinstallation.

Vocaroo wurde bereits im Jahr 2007 ins Leben gerufen und überzeugt seither durch seine Benutzerfreundlichkeit. Die Nutzung ist denkbar einfach: Auf der Website können Nutzer*innen per Klick eine Sprachaufnahme starten, beenden und speichern. Die fertige Aufnahme lässt sich über einen Link oder QR-Code mit anderen teilen – ideal für Feedback, Sprachnachrichten, mündliche Aufgaben oder kleine Lernprodukte im Unterricht.

Besonders praktisch: Die Aufnahmen können auch lokal auf dem eigenen Gerät gespeichert werden, zum Beispiel als MP3-Datei. So können Inhalte auch offline weiterverwendet oder in Lernplattformen eingebunden werden.

Die Finanzierung von Vocaroo erfolgt vollständig über Google Ads, die auf der Wiedergabeseite der Aufnahmen eingeblendet werden. Dadurch ist die Anwendung für Nutzer*innen kostenlos.

Gerade im Bildungsbereich bietet Vocaroo viele Einsatzmöglichkeiten: Von der Sprachförderung über kollaborative Projekte bis hin zu individuellen Lernnachweisen – das Tool eröffnet kreative Wege, Sprache digital einzubinden.

Interaktive Geschichten gestalten: Twine als kreatives Werkzeug im Unterricht

Twine – Interaktive Geschichten selbst gestalten

Twine ist ein kostenloses Open-Source-Tool, mit dem sich auf einfache Weise interaktive, nichtlineare Geschichten erstellt werden können – und das ganz ohne Programmierkenntnisse! Auf der Benutzeroberfläche werden sogenannte Passagen erstellt. Diese können mit Seiten eines digitalen Entscheidungsbuchs verglichen werden. Über Links können diese miteinander verknüpft werden. So entstehen Texte, in denen die Leser*innen durch ihre Entscheidungen den weiteren Verlauf beeinflussen.

Einsatzmöglichkeiten im Unterricht

Twine eignet sich hervorragend für den Einsatz in verschiedenen Fächern und Schulstufen. Im Deutschunterricht können klassische Schreibaufgaben durch das Erzählen nichtlinearer Geschichten ergänzt werden. Schüler*innen können beispielsweise alternative Enden zu bekannten Märchen schreiben oder eine Geschichte aus verschiedenen Perspektiven erzählen. In den Geschichte und Politische Bildung kann Twine genutzt werden, um historische Szenarien oder Entscheidungsprozesse interaktiv aufzubereiten. Auch im Fremdsprachenunterricht lässt sich Twine einsetzen – etwa zur Förderung des Wortschatzes oder zur Erstellung eigener Textadventures in der Fremdsprache.

Kollaboratives Arbeiten mit Twine im Unterricht

Besonders spannend ist die Möglichkeit, mit Twine auch kollaborativ zu arbeiten. Eine Projektidee: Die Klasse entwickelt gemeinsam ein Story-Game mit unterschiedlichen Handlungssträngen. In Gruppenarbeit erarbeiten die Schüler*innen einzelne Abschnitte der Geschichte, die am Ende zu einem gemeinsamen, verzweigten Erzähluniversum zusammengefügt werden. 

Praxistipp: Videotutorial vom ZEMBI für den Einstieg

Das ZEMBI (Zentrum für Medienbildung) hat ein mehrteiliges Videotutorial zu  „Storytelling mit Twine“ auf YouTube veröffentlicht. In diesen Videos werden die technischen Grundlagen  anschaulich erklärt und didaktische Einsatzmöglichkeiten im Unterricht vorgestellt.