NotebookLM: KI-gestützte Podcasts für den Unterricht erstellen

Was ist NotebookLM?

NotebookLM ist ein KI-gestütztes Recherche- und Notiz-Tool von Google, das auf dem Sprachmodell Gemini basiert. Es ermöglicht das Hochladen verschiedener Quellen wie PDFs, Google Docs, Webseiten oder YouTube-Links. Anschließend können  Zusammenfassungen erstellt, Fragen zu den Inhalten gestellt oder Podcasts  und Mindmaps generiert werden. In der kostenlosen Version sind 50 Chats pro Tag möglich. Zur Nutzung ist ein Google-Konto erforderlich. Beachte, dass die Applikation nicht nicht DSGVO-konform ist. Google betont, dass personenbezogene Daten nicht zum Training der KI verwendet werden. Hier findest du weitere Infos.

 

Wie nutzt man NotebookLM?

  1. Zugang: Melde dich mit deinem Google-Konto bei  notebookLM an.

  2. Notebook erstellen: Klicke auf auf „Neu erstellen“, um ein neues Notizbuch anzulegen.

  3. Quellen hinzufügen: Lade bis zu 50 Quellen hoch – PDFs, Google Docs, Webseiten oder YouTube-Videos.

  4. Podcast generieren: Im Chat findest du den Button Audio-Übersicht. Mit dem Klick auf Generieren wird der Podcast erstellt.

Ein gutes Videotutorial wurde von Digitale Profis erstellt.

 

Wie kann NotebookLM im Unterricht eingesetzt werden?

NotebookLM eignet sich für den schulischen Einsatz:

  • Hörverstehen fördern: Generierten Podcasts fördern das Hörverständis – nicht nur im Sprachunterricht.
  • Projektarbeit: Schüler*innen können Materialien hochladen und Podcasts erstellen, um Präsentationen vorzubereiten oder Themen zu vertiefen.
  • Flipped Classroom: Du kannst einen Podcasts zu  einem neuen Thema erstellen und den Schüler*innen  zur Verfügung stellen.
  • Kollaboratives Lernen: Schüler*innen können in Gruppenarbeit Material sammeln und einen Podcast erstellen.
  • Differenzierung: Individuelle Podcasts ermöglichen es, auf unterschiedliche Lernniveaus einzugehen.

Lernsongs mit KI: Suno im Unterricht nutzen

Die kreative Nutzung von KI-Applikationen im Unterricht eröffnet immer neue Möglichkeiten. Mit dem Release von Suno v3, einer KI-Anwendung zur automatischen Vertonung von Texten, bietet sich ein neuer Zugang: Schüler*innen erstellen eigene Lernsongs – ganz ohne musikalische Vorkenntnisse.

Die Idee: Die Schüler*innen wählen eine genKI-Applikation (zB ChatGPT, Gemini oä), um einen Songtext zum aktuellen Unterrichtsthema zu erstellen. Der Text soll in einem klassischen Songformat aufgebaut sein: mehrere Strophen, die den Inhalte abbilden, und ein Refrain, der das Thema zusammenfasst.

Anschließend wird dieser Text mit Suno vertont. Die Plattform ermöglicht es, in der kostenlosen Version, mehrere Songs pro Tag zu erstellen (Stand März 2025). Die Bedienung ist einfach: Text eingeben, Musikstil auswählen, fertig ist der Lernsong!  So wird Fachwissen nicht nur erarbeitet, sondern kreativ und emotional verankert.

Vorschlag für einen Arbeitsauftrag:

  • Erstellt im Team einen Songtext zum aktuellen Unterrichtsthema. Der Songtext soll aus mindestens drei Strophen und dem Refrain bestehen und die zentralen Inhalte des Themas erklären und zusammenfassen.
  • Nutz dazu eine KI-Applikation eurer Wahl, um einen Text für das Liedes zu verfassen. Reflektiert den Output kritisch: Ist der Text inhaltlich korrekt? Werden die wesentlichen Inhalte thematisiert? Überarbeitet den Text, wenn notwendig. 
  • Anschließend vertont ihr den Songtext mit der KI-Anwendung Suno. Wählt dazu einen Musikstil, der zum Inhalt passt, und erstellt euren eigenen Lernsong.
  • Zum Schluss präsentiert ihr euren Song im Plenum und erklärt kurz, welche Inhalte verarbeitet wurden und warum ihr euch für diesen Stil entschieden habt.

Kurzvorstellung Suno:
Suno ist eine KI-basierte Plattform, mit der aus geschriebenem Text in wenigen Sekunden komplette Songs generiert werden können – inklusive Gesang, Melodie und Instrumentalbegleitung.
Mit der Gratisversion von Suno können mehrere Songs pro Tag erstellt werden. Nutzer*innen können zwischen verschiedenen Musikstilen wählen und eigene Texte eingeben, die dann vertont werden. Für die Nutzung muss ein Konto angelegt werden. 

OER nutzen und erstellen

Das Angebot an OER ist groß und vielfältig. OER können beispielsweise als Lehrbücher, Videos, Arbeitsblätter, Software oder komplette Online-Kurse zur Verfügung gestellt werden. In der Regel werden OER unter Creative-Commons-Lizenzen veröffentlicht, die genau festlegen, wie die Materialien genutzt, verändert und weiterverbreitet werden dürfen.

Ein zentrales Ziel von OER ist es, Bildung für alle zugänglicher zu machen, den Austausch unter Lehrenden und Lernenden zu fördern und Wissen nachhaltig zu teilen. Besonders im schulischen Kontext gewinnen sie zunehmend an Bedeutung: Sie ermöglichen individuelle Anpassungen, senken Kosten und unterstützen innovative Lehr- und Lernmethoden. Darüber hinaus tragen OER zur Chancengleichheit im Bildungsbereich bei.

Weitere Informationen zu offenen Bildungsressourcen findest du auf openeducation.at. Details zu den verschiedenen Creative-Commons-Lizenzen bietet creativecommons.org.

OER: Die Quizshow

Die Quiz-Show ist in Form einer PowerPoint-Datei unter der Lizenz CC BY-NC-SA veröffentlicht. Aktuell ist sie mit Fragen für den Pflichtgegenstand Digitale Grundbildung befüllt und kann direkt im Unterricht genutzt werden. Die Fragen können auch für andere Themengebiete adaptiert werden. Hier findest du die PowerPoint-Datei als Vorlage für den Einsatz im Unterricht sowie ein Dokument mit Ideen für den Einsatz und Informationen zur Bearbeitung der PowerPoint-Datei.

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KI-Policy der PH Niederösterreich ist online

Die rasante Entwicklung generativer KI-Technologien stellt Lehrende, Studierende und Bildungseinrichtungen vor neue Chancen – aber auch vor neue Fragen: Wie lässt sich der Einsatz von KI-gestützten Tools sinnvoll gestalten? Welche Regeln und Empfehlungen helfen dabei, die Nutzung im Unterricht transparent und verantwortungsvoll umzusetzen? Und wie kann dokumentiert werden, wie, wann und wozu KI in der Lehre eingesetzt wurde?

 

Wenn du dich aktuell mit genau diesen Fragen beschäftigst – ob als Lehrperson, als Hochschulmitarbeiter*in oder im Rahmen einer bildungspolitischen Diskussion – dann lohnt sich ein Blick auf die KI-Policy der Pädagogischen Hochschule Niederösterreich.